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<title>Open Access</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Open Access</span></h1>
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<p><span lang="en"><b>Open Access</b></span> (<a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englisch</a> für <i>offener Zugang</i>) ist der freie Zugang zu <a href="Wissenschaftliche_Publikation" title="Wissenschaftliche Publikation">wissenschaftlicher Literatur</a> und anderen Materialien im <a href="Internet" title="Internet">Internet</a>. Ein wissenschaftliches Dokument unter Open-Access-Bedingungen zu publizieren, gibt jedem die Erlaubnis, dieses Dokument zu lesen, herunterzuladen, zu speichern, es zu verlinken, zu drucken und damit kostenlos zu nutzen. Darüber hinaus sollen den Nutzern über <a href="Freie_Inhalte" title="Freie Inhalte">freie Lizenzen</a> weitere <a href="Nutzungsrecht" title="Nutzungsrecht">Nutzungsrechte</a> eingeräumt werden, welche die freie Nach- und Weiternutzung, Vervielfältigung, Verbreitung oder auch Veränderung der Dokumente, auch zu kommerziellen Zwecken, ermöglichen können.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese in der <a href="Berliner_Erkl%C3%A4rung_%C3%BCber_offenen_Zugang_zu_wissenschaftlichem_Wissen" title="Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen">Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen</a> von 2003 formulierte Definition von Open Access hat sich weltweit etabliert.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei der wissenschaftlichen Fachliteratur kann es sich um frei zugängliche Beiträge in <a href="Elektronische_Zeitschrift" title="Elektronische Zeitschrift">elektronischen Zeitschriften</a>, um <a href="Open-Access-Buch" title="Open-Access-Buch">Open-Access-Bücher</a>, um <a href="Preprint" title="Preprint">Preprints</a> oder Online-Versionen von Beiträgen in Büchern und Zeitschriften (<a href="Postprint" title="Postprint">Postprints</a>) handeln, die von den Wissenschaftlern auf den Servern <a href="Open-Access-Zeitschrift" title="Open-Access-Zeitschrift">freier elektronischer Zeitschriften</a>, universitären oder institutionellen Archiven, fachbezogenen Servern oder auf ihren privaten Websites frei zur Verfügung gestellt werden. Open Access schließt auch das Zugänglichmachen von wissenschaftlichen <a href="Prim%C3%A4rdaten" title="Primärdaten">Primär-</a> und <a href="Metadaten" title="Metadaten">Metadaten</a>, <a href="Quelle_(Geschichtswissenschaft)" title="Quelle (Geschichtswissenschaft)">Quellentexten</a> und von <a href="Digitalisierung" title="Digitalisierung">digitalen Reproduktionen</a> ein.<sup id="cite_ref-berlindeclaration_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-berlindeclaration-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wissenschaftliche Texte, die hinter einer <a href="Paywall" title="Paywall">Paywall</a> verborgen bleiben und damit nicht unter Open-Access-Bedingungen publiziert werden, werden zur Abgrenzung von Open Access manchmal als <b>Closed Access</b> oder <b>Toll Access</b> bezeichnet.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Unter dem Druck der steigenden Preise für wissenschaftliche Publikationen bei gleichzeitig stagnierenden oder schrumpfenden Etats in den Bibliotheken während der <a href="Zeitschriftenkrise" title="Zeitschriftenkrise">Zeitschriftenkrise</a> bildete sich seit Beginn der 1990er Jahre eine internationale <i>Open-Access-Bewegung</i>. Die zentrale Forderung dieser Bewegung ist, dass wissenschaftliche Publikationen als Ergebnisse der von der Öffentlichkeit geförderten Forschung dieser Öffentlichkeit wiederum kostenfrei zur Verfügung gestellt werden sollen. Zur Begründung wird angeführt, dass die bisherigen Publikationsstrukturen eine Privatisierung des von der Allgemeinheit finanzierten Wissens darstellten. Durch <i>Open Access</i> solle verhindert werden, dass dieses Wissen erneut von der Allgemeinheit finanziert von den Verlagen zurückgekauft werden müsse, die durch die Publikation die Nutzungsrechte erhalten haben. Die Open-Access-Bewegung verfolgt auch das Ziel, die <a href="Digitale_Kluft" title="Digitale Kluft">digitale Kluft</a> zu verringern. Unter anderem sollen so Wissenschaftler mit geringem Budget an wissenschaftliche Ergebnisse gelangen und am Diskurs teilnehmen können.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Erst mit der Entwicklung des Internets, des <a href="Elektronische_Publikation" title="Elektronische Publikation">elektronischen Publizierens</a> und der damit schnellen und einfachen Verbreitung von Dokumenten wurde die Frage des freien Zugriffs auf wissenschaftliche Informationen aktuell. Zuvor waren die Voraussetzungen und die Realisierbarkeit durch die technischen Rahmenbedingungen eingeschränkt.<sup id="cite_ref-OA-Historischer_Abriss_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-OA-Historischer_Abriss-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:0_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den 1990ern erschienen unter dem Begriff des <a href="Elektronische_Publikation" title="Elektronische Publikation">elektronischen Publizierens</a> <i>(Online-Publishing)</i> die ersten deutschsprachigen Ratgeber für das Publizieren im Internet für Wissenschaftler, welche u.&nbsp;a. die unterschiedlichen Dienste –&nbsp;E-Mail, <a href="Newsgroup" title="Newsgroup">News</a>, <a href="Usenet" title="Usenet">Usenet</a>&nbsp;– beschrieben.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Viele Fachverlage gingen ab Mitte der 1990er dazu über, ihre Zeitschriften parallel oder ausschließlich elektronisch zur Verfügung zu stellen. Studenten und Wissenschaftler können seitdem diese Artikel über die Bibliotheks- oder Institutsrechner lesen und ausdrucken, falls ihre Institutionen die Lizenzgebühren für diese Zeitschriften bezahlen.
</p><p>Die Open-Access-Bewegung hat ihre Vorläufer in den Preprint- und Dissertationsservern der 1990er.<sup id="cite_ref-Rahmenbedingungen_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-Rahmenbedingungen-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:0_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie beruht auf der Einschätzung, dass Wissenschaftler in der übergroßen Zahl der Fälle nicht aus kommerziellen Interessen publizierten, sondern dass das Publizieren als Dokumentations- und Kommunikationsweg zu ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit dazugehöre.
</p><p>Ein weiterer Ausgangspunkt für die Forderung nach neuen Publikationsstrukturen war außerdem die <a href="Zeitschriftenkrise" title="Zeitschriftenkrise">Zeitschriftenkrise</a>. Mit diesem Begriff wird eine Entwicklung bezeichnet, die vor allem im STM-Bereich <i>(Science, Technology, Medicine)</i> stattfand. Der Anteil der den Lesern zur Verfügung stehenden Literatur wurde laufend kleiner, bei steigendem Publikationsaufkommen.<sup id="cite_ref-Alternative_Geschäftsmodelle_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Alternative_Geschäftsmodelle-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Folge der Zeitschriftenkrise wurden Open-Access-Verlage wie JMIR Publications (1999), <a href="BioMed_Central" title="BioMed Central">BioMed Central</a> (2000), <a href="Public_Library_of_Science" title="Public Library of Science">PLoS</a> (Anfang 2001) und <a href="Copernicus_Publications" title="Copernicus Publications">Copernicus Publications</a> (2001) gegründet.
</p><p>2001 gründeten, initiiert durch eine vom <a href="Open_Society_Institute" class="mw-redirect" title="Open Society Institute">Open Society Institute</a> organisierte Konferenz in Budapest im November 2001, eine Reihe bekannter Wissenschaftler, unter ihnen <a href="Michael_Eisen" title="Michael Eisen">Michael Eisen</a> (<a href="Public_Library_of_Science" title="Public Library of Science">Public Library of Science</a>) und Rick Johnson (<a href="Scholarly_Publishing_and_Academic_Resources_Coalition" title="Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition">Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition</a>, SPARC), die <a href="Budapest_Open_Access_Initiative" title="Budapest Open Access Initiative">Budapest Open Access Initiative</a> (BOAI) und verabschiedeten am 14. Februar 2002 eine Erklärung,<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in der es u.&nbsp;a. heißt: „Frei zugänglich im Internet sollte all jene Literatur sein, die Wissenschaftler ohne Erwartung, hierfür bezahlt zu werden, veröffentlichen.“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Konferenz und die daraus entstandene BOAI wird als ein Startpunkt der Open-Access-Bewegung angesehen,<sup id="cite_ref-Guédon_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-Guédon-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> weil hier zum ersten Mal die verschiedenen Personen und bereits existierenden Initiativen zusammengeführt wurden.<sup id="cite_ref-OA-Einführung_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-OA-Einführung-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Aufruf bezieht sich jedoch nur auf die Gewährleistung des freien Zugriffs auf Zeitschriftenartikel, für die die Autoren kein Entgelt erhalten haben, die zuvor einen <a href="Peer-Review" class="mw-redirect" title="Peer-Review">Peer-Review</a>-Prozess durchlaufen haben und die anschließend parallel im Netz zur freien Verfügung gestellt werden sollten.<sup id="cite_ref-OA-Historischer_Abriss_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-OA-Historischer_Abriss-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 11. April 2003 wurde in Bethesda, Maryland über die Möglichkeiten einer besseren Einbindung der Beteiligten am Publikationsprozess beraten und im Juni dazu das <i><a href="Bethesda_Statement_on_Open_Access_Publishing" title="Bethesda Statement on Open Access Publishing">Bethesda Statement on Open Access Publishing</a></i> veröffentlicht.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Berliner_Erkl%C3%A4rung_%C3%BCber_offenen_Zugang_zu_wissenschaftlichem_Wissen" title="Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen">Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen</a> vom Oktober 2003 ist eine Deklaration, die die Inhalte der Budapester Erklärung und der Bethesda-Erklärung aufgreift und die Ziele der Open-Access-Bewegung erweitert definiert. Von allen wichtigen deutschen Forschungsinstitutionen wurde die Erklärung unterschrieben, wie z.&nbsp;B. der <a href="Deutsche_Forschungsgemeinschaft" title="Deutsche Forschungsgemeinschaft">Deutschen Forschungsgemeinschaft</a> (DFG), der <a href="Hochschulrektorenkonferenz" title="Hochschulrektorenkonferenz">Hochschulrektorenkonferenz</a>, der <a href="Max-Planck-Gesellschaft" title="Max-Planck-Gesellschaft">Max-Planck-Gesellschaft</a>, der <a href="Fraunhofer-Gesellschaft" title="Fraunhofer-Gesellschaft">Fraunhofer-Gesellschaft</a>, der <a href="Berlin-Brandenburgische_Akademie_der_Wissenschaften" title="Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften">Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften</a> (BBAW), der <a href="Deutsche_Initiative_f%C3%BCr_Netzwerkinformation" title="Deutsche Initiative für Netzwerkinformation">Deutschen Initiative für Netzwerkinformation</a> (DINI) und dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes <a href="Nordrhein-Westfalen" title="Nordrhein-Westfalen">Nordrhein-Westfalen</a>, das mit <a href="Digital_Peer_Publishing" title="Digital Peer Publishing">DiPP</a> eine eigene Initiative gegründet hatte. Außerdem haben auch internationale Organisationen unterschrieben wie z.&nbsp;B. <a href="Open_Source_Initiative" title="Open Source Initiative">Open Source Initiative</a> (OSI), SPARC oder Europäische Organisation für Kernforschung <a href="CERN" title="CERN">CERN</a>. Die Berliner Erklärung geht über die Forderungen der Erklärung der Budapest Open Access Initiative deutlich hinaus. Sie wird als Abschluss der Zielformulierungen der Bewegung und als Startpunkt in technischer und organisatorischer Hinsicht angesehen. Seit der Berliner Konferenz gibt es im jährlichen Abstand Folgekonferenzen.<sup id="cite_ref-OA-Historischer_Abriss_6-2" class="reference"><a href="#cite_note-OA-Historischer_Abriss-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Schweizerischer_Nationalfonds" title="Schweizerischer Nationalfonds">Schweizerische Nationalfonds</a> verlangt seit Januar 2023, dass alle geförderten wissenschaftlichen Publikationen sofort (ohne <a href="Sperrfrist_(Presse)" title="Sperrfrist (Presse)">Embargofrist</a>) für die Öffentlichkeit frei verfügbar sein müssen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Open-Access-Strategien">Open-Access-Strategien</h2></div>
<p>Die beiden wichtigsten Publikationswege des Open Access werden auch als „Goldener“ und „Grüner Weg“ bezeichnet.<sup id="cite_ref-OA-Farbenlehre_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-OA-Farbenlehre-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie werden manchmal als konkurrierende, meistens aber einander ergänzende Modelle angesehen: die Primärveröffentlichung und die Parallelveröffentlichung. Diese beiden Strategien wurden auf der Budapester Konferenz 2002 entworfen.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Bezeichnungen „Goldener“ und „Grüner Weg“ gehen auf den Kognitionswissenschaftler <a href="Stevan_Harnad" title="Stevan Harnad">Stevan Harnad</a> zurück.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Goldener_Weg">Goldener Weg</h3></div>
<p>Der „Goldene Weg“ ist die Erstveröffentlichung des wissenschaftlichen Textes in einem Open-Access-Medium, also vor allem in <a href="Open-Access-Zeitschrift" title="Open-Access-Zeitschrift">Open-Access-Zeitschriften</a>, die wie die konventionellen Zeitschriften ein <a href="Peer-Review" class="mw-redirect" title="Peer-Review">Peer-Review</a> einsetzen. Auch die Publikation von <a href="Monografie" title="Monografie">Monografien</a> sowie Sammelbänden in einem Open-Access-Verlag wird dem Goldenen Weg zugeordnet. Üblicherweise wird für eine Goldene Open-Access-Veröffentlichung die Verwendung einer freien Lizenz vorausgesetzt, bei der die Autoren ihre Rechte behalten, und jedermann ein einfaches Nutzungsrecht einräumen.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grüner_Weg"><span id="Gr.C3.BCner_Weg"></span>Grüner Weg</h3></div>
<p>Der „Grüne Weg“ ist die Parallelveröffentlichung, <a href="Zweitver%C3%B6ffentlichung" title="Zweitveröffentlichung">Zweitveröffentlichung</a> oder Selbstarchivierung, die auf privaten Websites, Institutswebsites oder auf <a href="Dokumentenserver" title="Dokumentenserver">Dokumentenservern</a> erfolgen kann. Die Autoren speichern eine Kopie ihres Aufsatzes oder ihrer Monographie, die sie beim Verlag eingereicht haben, öffentlich zugänglich auf einem der genannten Infrastrukturelemente. Dabei wird die nicht-standardisierte Selbstarchivierung zunehmend durch eine Archivierung auf institutionellen <a href="Repository" title="Repository">Repositorien</a> ergänzt und abgelöst. Diese auf dem grünen Weg publizierten Dokumente sind häufig <a href="Preprint" title="Preprint">Pre-</a> oder <a href="Postprint" title="Postprint">Postprints</a>. Nur bei Postprints hat ein Peer-Review stattgefunden.
Auch Primärdaten können über den Grünen Weg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Bei der Archivierung von Dokumenten auf Dokumentenservern werden zwei verschiedene Formen unterschieden: Institutionelle Repositorien werden von einer Institution (beispielsweise einer Hochschule) betrieben und sind meist fachübergreifend, während disziplinäre Repositorien bestimmte Fachgebiete abdecken, dafür aber institutsübergreifend sind. Ein bekanntes Beispiel für ein disziplinäres Repositorium und zugleich eines der ältesten ist <a href="ArXiv" title="ArXiv">arXiv</a>.
</p><p>Sherpa Romeo, eine Datenbank, die vom britischen <a href="Joint_Information_Systems_Committee" title="Joint Information Systems Committee">Jisc</a> betrieben wird, listet Verlage nach ihren Leitlinien in Bezug auf Urheberrechte und Parallelpublikation auf und unterscheidet vier verschiedene Kategorien, je nachdem, ob die Selbstarchivierung von Preprints und Postprints, nur von Preprints, nur von Postprints oder gar nicht erlaubt wird.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Open_Archives_Initiative" title="Open Archives Initiative">Open Archives Initiative</a> (OAI) registriert die Betreiber dieser Repositorien und entwickelte ein inzwischen weit verbreitetes Protokoll für Metadaten, <a href="Open_Archives_Initiative#OAI_Protocol_for_Metadata_Harvesting" title="Open Archives Initiative">OAI-PMH</a>. Verschiedene Dienste nutzen es zum Metadatenharvesting, so z. B. die Suchmaschine <a href="OAIster" title="OAIster">OAIster</a> von der <a href="University_of_Michigan" title="University of Michigan">University of Michigan</a>, <a href="Scirus" title="Scirus">Scirus</a> von Elsevier, die <a href="Bielefeld_Academic_Search_Engine" title="Bielefeld Academic Search Engine">Bielefeld Academic Search Engine</a> (BASE) oder der Metadaten- und Volltext-Aggregator CORE.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Diamantener_Weg">Diamantener Weg</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Diamond_Open_Access" title="Diamond Open Access">Diamond Open Access</a></i></div>
<p><b>Diamond Open Access</b> oder auch Platin Open Access bezeichnet ein Publikationsmodell für offen zugängliche Erstveröffentlichungen (Gold Open Access) ohne Kosten für Lesende und Autoren. Der Begriff hat sich erst später als Grün und Gold etabliert und findet zunehmend Verbreitung, ist aber zugleich nicht unumstritten bzw. eindeutig definiert.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Finanziert werden beispielsweise die meisten Diamond-OA-Zeitschriften durch die wissenschaftlichen Institutionen, die die Infrastruktur bereitstellen, und Wissenschaftler, die im Rahmen ihrer Arbeit die Zeitschriften herausgeben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hybride_Zeitschriften_vs._hybrides_Publizieren">Hybride Zeitschriften vs. hybrides Publizieren <span id="Hybrides_Publizieren"></span></h3></div>
<p>Viele kommerzielle, subskritionsbasierte Zeitschriften bieten die Möglichkeit, gegen eine zusätzliche Publikationsgebühr (<a href="Article_Processing_Charge" title="Article Processing Charge">Article Processing Charge</a>) einzelne Artikel Open Access zu stellen (siehe <a class="mw-selflink-fragment" href="#Hybride_Finanzierungsmodelle">Abschnitt Geschäftsmodelle</a>). Erstmals eingeführt wurde dieses „hybride“ Geschäftsmodell 2004 von <a href="Springer_Nature" title="Springer Nature">Springer</a> mit seinem Open-Choice-Programm<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Durch diese auch <i>Double Dipping</i> genannte Praxis können die Verlage doppelt verdienen, da neben den laufenden Subskriptionskosten für die Zeitschrift zusätzlich die Publikationsgebühren für die Open-Access-Veröffentlichung von der Bibliothek bzw. den Autoren bezahlt werden müssen.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus diesem Grund sieht <a href="Plan_S" title="Plan S">Plan S</a> einen schrittweisen Ausschluss von Hybridzeitschriften aus der Finanzierung vor.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als <b>hybrides Publizieren</b> wird ebenfalls manchmal bezeichnet, wenn neben der frei zugänglichen elektronischen Open-Access-Version auch eine kostenpflichtige gedruckte Version veröffentlicht wird. Durch die frei zugängliche Online-Version wird die Auffindbarkeit durch Suchmaschinen und damit die Sichtbarkeit erhöht. Verlage erhoffen sich dadurch höhere Verkaufszahlen der Druckvariante. Dieses Modell kommt vor allem bei Monographien zum Einsatz.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bronze">Bronze</h3></div>
<p>Der Begriff „Bronze Open Access“ geht auf eine Studie aus dem Jahr 2018 zurück, in der in großem Umfang Open-Access-Artikel analysiert wurden. Er wird darin für diejenigen wissenschaftlichen Artikel verwendet, die auf Verlagswebseiten zwar frei zugänglich sind, jedoch nicht ausdrücklich unter freier Lizenz veröffentlicht wurden. Somit ergeben sich für diese Inhalte über den rein lesenden Zugriff hinaus keine Nachnutzungsmöglichkeiten und keine garantierte <a href="Langzeitverf%C3%BCgbarkeit" class="mw-redirect" title="Langzeitverfügbarkeit">Langzeitverfügbarkeit</a>. Die Studie zeigte weiterhin, dass unter den untersuchten Artikeln der Anteil von Bronze Open Access gegenüber allen anderen Subtypen am größten war.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Black_Open_Access,_Guerilla-Open-Access"><span id="Black_Open_Access.2C_Guerilla-Open-Access"></span>Black Open Access, Guerilla-Open-Access</h3></div>
<p>Unter den Begriffen <i>Black Open Access</i><sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Mittler2017_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-Mittler2017-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder <a href="Aaron_Swartz" title="Aaron Swartz">Guerilla-Open-Access</a> werden illegale Wege bezeichnet, Closed-Access-Materialien zugänglich zu machen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dazu zählen vor allem <a href="Schattenbibliothek" title="Schattenbibliothek">Schattenbibliotheken</a>,<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aber auch Literaturtauschforen wie beispielsweise im <a href="Usenet" title="Usenet">Usenet</a> oder in Akademischen sozialen Netzwerken wie <a href="Researchgate" title="Researchgate">Researchgate</a> oder <a href="Academia.edu" title="Academia.edu">Academia.edu</a>. Auch der <a href="X_(soziales_Netzwerk)" title="X (soziales Netzwerk)">Twitter</a>-Hashtag ICanHazPDF kann dazu gezählt werden.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwar findet der Begriff <i>Black Open Access</i> weite Verwendung, doch werden die darunter fallenden Angebote in der Regel nicht als unter die Definition von <i>Open Access</i> fallend betrachtet.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Open_Access_für_Forschungsdaten"><span id="Open_Access_f.C3.BCr_Forschungsdaten"></span>Open Access für Forschungsdaten</h3></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="E-Science" title="E-Science">E-Science</a></div>
<p><a href="Forschungsdaten" title="Forschungsdaten">Forschungsdaten</a> können durch die technische Entwicklung in ungeahnter Dimension und Qualität in den wissenschaftlichen Kommunikationsprozess integriert werden.<sup id="cite_ref-E-Commerce-Sciene_39-0" class="reference"><a href="#cite_note-E-Commerce-Sciene-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Berliner Erklärung wird auch der freie Zugang zu „Primärdaten“ mit eingeschlossen. Für Forschungsdaten, die nach den Prinzipien von Open Access veröffentlicht werden, werden auch die Begriffe <b>Open Research Data</b> oder <b><a href="Open_Data" title="Open Data">Open Data</a></b> verwendet. Die Veröffentlichung von Forschungsdaten nach den <a href="FAIR-Prinzipien" title="FAIR-Prinzipien">FAIR-Prinzipien</a> trägt dazu bei, das Forschungsergebnisse nachvollziehbar, reproduzierbar und nachnutzbar werden. Forschungsdaten können als selbständige und referenzierbare Datensätze oder -sammlungen zum Beispiel in Forschungsdatenrepositorien oder auf Verlagsplattformen veröffentlicht, teilweise direkt als Anhang zu einem Forschungsartikel, teilweise indirekt, indem sie über einen Link nachgewiesen werden. Eine weitere Form der Datenpublikation sind Beiträge, in denen Forschungsdaten mit besonderer Bedeutung für das Fachgebiet bzw. besonders zur Nachnutzung geeignete Forschungsdaten beschrieben werden. Diese <b>Data Papers</b> werden in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, teilweise gibt es auch sogenannte <b>Data Journals</b>, die sich auf Data Papers spezialisiert haben<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p><p>In den <a href="Ingenieurwissenschaften" title="Ingenieurwissenschaften">Ingenieurwissenschaften</a> wird auch für die Veröffentlichung <a href="Technische_Dokumentation" title="Technische Dokumentation">technischer Dokumentationen</a> (etwa <a href="CAD" title="CAD">CAD</a>-Dateien) und freier <a href="Patent" title="Patent">Patente</a> im Sinne von <a href="Open-Source-Hardware" title="Open-Source-Hardware">Open Hardware</a> geworben.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Open_Access_für_Bücher"><span id="Open_Access_f.C3.BCr_B.C3.BCcher"></span>Open Access für Bücher</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Open-Access-Buch" title="Open-Access-Buch">Open-Access-Buch</a></i></div>
<p>Eine Erweiterung erfährt der Open-Access-Begriff, der sich zunächst vor allem auf Artikel in Fachzeitschriften bezog, durch die Veröffentlichung von <a href="Monografie" title="Monografie">Monografien</a> unter Open-Access-Bedingungen. So plant beispielsweise das von der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">Europäischen Union</a> geförderte Projekt OAPEN, das aus der Zusammenarbeit mehrerer <a href="Universit%C3%A4tsverlag" title="Universitätsverlag">Universitätsverlage</a> hervorging, Bücher aus geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen frei zugänglich zu machen. Damit soll verhindert werden, dass die Wissenschaften, bei denen die Kommunikation hauptsächlich über Monographien und weniger über Fachaufsätze erfolgt, einen strukturellen Nachteil gegenüber Wissenschaften entwickeln, in denen die Open-Access-Strategien bereits eine höhere Verbreitung gefunden haben.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Delayed_Open_Access">Delayed Open Access</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Delayed_Open_Access" title="Delayed Open Access">Delayed Open Access</a></i></div><p>Delayed Open Access bezeichnet ein Modell, bei dem die wissenschaftlichen Publikationen nach einer Wartezeit (Embargofrist) frei zugänglich werden. Bei vielen Delayed-Access-Zeitschriften dauert diese zwölf Monate.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Digitalisate">Digitalisate</h3></div>
<p>Viele Verlage versuchen durch die Digitalisierung ihrer älteren Bestände, auch <a href="Retrodigitalisierung" title="Retrodigitalisierung">Retrodigitalisierung</a> genannt, weitere Geschäftsfelder zu erschließen. Manche tun dies in Kooperation mit den Bibliotheken, beispielsweise in Projekten wie <a href="DigiZeitschriften" title="DigiZeitschriften">DigiZeitschriften</a>. Einige Großverlage haben ihre Bestände in Eigenregie gescannt, obwohl sie vor der Verabschiedung des zweiten Korbs nach dem <a href="Urheberrecht_(Deutschland)" title="Urheberrecht (Deutschland)">Deutschen Urheberrecht</a> keine Rechte dafür besaßen.<sup id="cite_ref-E-Commerce-Sciene_39-1" class="reference"><a href="#cite_note-E-Commerce-Sciene-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Open_Access_für_Kulturgut"><span id="Open_Access_f.C3.BCr_Kulturgut"></span>Open Access für Kulturgut</h3></div>
<p>Die Berliner Erklärung spricht – der <a href="European_Cultural_Heritage_Online" title="European Cultural Heritage Online">ECHO</a>-Charta folgend – ausdrücklich die Kulturgüter in Archiven, Bibliotheken und Museen an. Auch sie sollen kostenlos und nachnutzbar nach den gleichen Prinzipien wie die wissenschaftliche Fachliteratur zugänglich sein. Dies führt allerdings zu Konflikten im Bereich der <a href="Bildrechte" title="Bildrechte">Bildrechte</a>. Freie Projekte beschweren sich über das sogenannte <a href="Copyfraud" class="mw-redirect" title="Copyfraud">Copyfraud</a> der kulturgutverwahrenden Institutionen, die ihrer Ansicht nach gemeinfreie Werke remonopolisieren, indem nicht bestehende Urheberrechte behauptet werden.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf der anderen Seite kämpfen Kulturerbeeinrichtungen und insbesondere Museen darum, dass sie Abbildungen von geschützten Werken der bildenden Kunst in ihren Sammlungen im Internet zeigen und über soziale Netzwerke teilen dürfen.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Finanzierung">Finanzierung</h2></div>
<p>Auch beim digitalen Veröffentlichen von Dokumenten entstehen Kosten, auch wenn sie nicht so hoch sind wie bei gedruckten Werken. In der traditionellen Publikationswirtschaft werden wissenschaftliche Publikation von den Wissenschaftsverlagen als verwertbare Marktware definiert,<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> während bei Open Access Wissenschaftler, Forschungsförderer, Institutionen und Bibliotheken teilweise an die Stelle der Verlage treten und damit die Produktionskette des Publikationsmarktes verändern. Diese Richtung wird auch als <b>Wissenschaftsgeleitetes Publizieren</b> oder <b>Scholar-led Open Access</b> bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Publikationsgebühren"><span id="Publikationsgeb.C3.BChren"></span>Publikationsgebühren</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Article_Processing_Charge" title="Article Processing Charge">Article Processing Charge</a></i></div>
<p>Eine große Zahl von Open-Access-Zeitschriften verlangt von den Autoren <a href="Publikationsgeb%C3%BChr" class="mw-redirect" title="Publikationsgebühr">Publikationsgebühren</a>, die sich üblicherweise an den Prozesskosten orientieren, die dem Verlag pro Online-Veröffentlichung durchschnittlich entstehen. Sie werden auch als <b>Article Processing Charge</b><sup id="cite_ref-Alternative_Geschäftsmodelle_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-Alternative_Geschäftsmodelle-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (APC) und das Geschäftsmodell als Autor-zahlt-Modell (englisch <span lang="en"><i>author pays model</i></span>) bezeichnet. In einer Studie der Kaufmann-Wills-Group wurde festgestellt, dass dieses Finanzierungsmodell bei den Open-Access-Zeitschriften bei unter 50 Prozent und damit unter dem Wert für konventionelle Zeitschriften liegt.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen den einzelnen Fachdisziplinen gibt es große Unterschiede: In jenen Wissenschaften, in denen eine Publikationsgebühr, oft in Form eines <a href="Druckkostenzuschuss" title="Druckkostenzuschuss">Druckkostenzuschusses</a> in Form von <i>page charges</i> und <i>colour charges</i>, auch bei konventionellen Zeitschriften erhoben wird (z. B. in den Biowissenschaften), ist der Anteil höher; bei geisteswissenschaftlichen Zeitschriften ist er geringer.
Manche Zeitschriften erlassen den Autoren die Gebühren, wenn sie finanziell benachteiligten Einrichtungen angehören.
</p><p>Etliche Förderorganisationen ermutigen oder verpflichten ihre Wissenschaftler zum Open-Access-Publizieren und übernehmen teilweise oder ganz die Veröffentlichungsgebühren, so dass die Etats der Arbeitsgruppen und Institute nicht oder weniger stark belastet werden.
</p><p>Die <a href="Deutsche_Forschungsgemeinschaft" title="Deutsche Forschungsgemeinschaft">Deutsche Forschungsgemeinschaft</a> unterstützte mit dem von 2009 bis Ende 2020 laufenden Förderprogramm „Open-Access-Publikationskosten“ wissenschaftliche Hochschulen bei der Einrichtung von Publikationsfonds, aus denen die Hochschulen die Gebühren für Publikationen von Hochschulangehörigen in Open-Access-Zeitschriften finanzieren können.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Institutionelle_Mitgliedschaft_und_Verlagsvereinbarungen">Institutionelle Mitgliedschaft und Verlagsvereinbarungen</h3></div>
<p><span id="Institutionelle_Mitgliedschaft"></span><span id="Verlagsvereinbarung"></span>Beim Modell der „Institutionellen Mitgliedschaft“ leisten Forschungsinstitutionen oder ihre Bibliotheken eine Vorauszahlung oder zahlen eine Jahresgebühr, um den angehörigen Wissenschaftlern die Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse in einem Open-Access-Journal ohne weitere Kosten oder zumindest zu vergünstigten Bedingungen zu ermöglichen.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:2_51-0" class="reference"><a href="#cite_note-:2-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:1_52-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein bekanntes Beispiel für dieses Geschäftsmodell ist der britische Verlag <a href="BioMed_Central" title="BioMed Central">BioMed Central</a>.<sup id="cite_ref-:1_52-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Abgrenzung zwischen einem Abonnement und einer institutionellen Mitgliedschaft ist nicht immer ganz scharf. Ein Zeitschriftenabonnement kann beispielsweise einen Rabatt auf die Publikationsgebühren des entsprechenden Verlags einschließen.<sup id="cite_ref-:2_51-1" class="reference"><a href="#cite_note-:2-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus Sicht der Kunden, insbesondere publikationsstarker Einrichtungen, ist das Modell einer institutionellen Mitgliedschaft attraktiv. Für Verlage besteht jedoch das Risiko, dass vereinbarte Pauschalen unter den tatsächlichen Kosten liegen.<sup id="cite_ref-Alternative_Geschäftsmodelle_10-2" class="reference"><a href="#cite_note-Alternative_Geschäftsmodelle-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Begriff „Institutionelle Mitgliedschaft“ für diese Art Finanzierungsmodell ist umstritten, da kein Einfluss auf den Verlag besteht – im Gegensatz zu der Situation bei einer ebenfalls als „institutionelle Mitgliedschaft“ bezeichneten <a href="Mitgliedschaft" class="mw-redirect" title="Mitgliedschaft">Mitgliedschaft</a> einer <a href="Juristische_Person" title="Juristische Person">juristischen Person</a> in einem Verein oder Verband. Im Englischen wird deshalb auch von <i>institutional sponsorship</i> gesprochen.<sup id="cite_ref-:2_51-2" class="reference"><a href="#cite_note-:2-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im deutschen Sprachraum hat sich außerdem die Bezeichnung „Verlagsvereinbarung“ für Verträge mit Verlagen verbreitet, in denen z.&nbsp;B. Rabatte und Zahlungsmodalitäten festgelegt werden. Gemeint ist auch hier eher ein <a href="Rahmenvertrag" title="Rahmenvertrag">Rahmenvertrag</a> zwischen Bibliothek und Verlag.<sup id="cite_ref-:2_51-3" class="reference"><a href="#cite_note-:2-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kritisch betrachtet wird der Begriff „Institutionelle Mitgliedschaft“ auch aus Perspektive der <a href="Wissenschaftsfreiheit" class="mw-redirect" title="Wissenschaftsfreiheit">Wissenschaftsfreiheit</a>, da bei Beschäftigten einer Forschungsinstitution der Eindruck entstehen kann, Publikationen seien bevorzugt bei Verlagen einzureichen, mit denen eine solche bestehe.<sup id="cite_ref-:2_51-4" class="reference"><a href="#cite_note-:2-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hybride_Finanzierungsmodelle">Hybride Finanzierungsmodelle</h3></div>
<p>In hybriden Finanzierungsmodellen werden sowohl Open-Access-Artikel als auch zugangsbeschränkte Artikel innerhalb einer Zeitschrift publiziert. Der Verlag hält an den ursprünglichen Subskriptionsmodellen fest, bietet den Autoren aber zusätzlich an, gegen eine Gebühr den Artikel als Open Access freischalten zu lassen. Zahlen die Autoren die Extragebühren nicht, wird der Artikel nur gegen Entgelt abgegeben. Für die Bibliotheken bedeutet dieses hybride Modell zunächst keine finanzielle Entlastung.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <a href="Wissenschaftsverlag" title="Wissenschaftsverlag">Wissenschaftsverlag</a> <a href="Springer_Science%2BBusiness_Media" title="Springer Science+Business Media">Springer</a> führte im Juli 2004 als einer der ersten Verlage das hybride Modell unter dem Namen <i>Open choice</i> ein.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die Freischaltung zu Open Access wurden 3000 US-Dollar pro Publikation verlangt. Etliche weitere Verlage folgten diesem Vorstoß und verlangten 2007 Gebühren zwischen 1000 und 5000 US-Dollar.<sup id="cite_ref-Alternative_Geschäftsmodelle_10-3" class="reference"><a href="#cite_note-Alternative_Geschäftsmodelle-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Publish-and-Read-Verträge,_auch_Transformationsverträge_oder_Offsetting"><span id="Publish-and-Read-Vertr.C3.A4ge.2C_auch_Transformationsvertr.C3.A4ge_oder_Offsetting"></span>Publish-and-Read-Verträge, auch Transformationsverträge oder Offsetting</h3></div>
<p>Das Modell des <i>Offsettings</i> kann als Transformationsmodell zwischen der ausschließlichen Zahlung von Subskriptionsgebühren und der ausschließlichen Zahlung von Publikationsgebühren angesehen werden. Bibliotheken bzw. <a href="Konsortium" title="Konsortium">Konsortien</a> zahlen hier in der Übergangsphase die etablierten Subskriptionsgebühren zuzüglich der Publikationsgebühren. Im Folgejahr reduziert sich dann der Preis für die Subskriptionsgebühren um den Betrag der Publikationsgebühren des vorherigen Jahres.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verlage können so weiterhin verlässliche Einnahmen erzielen, während langsam ein Übergang im Finanzierungsmodell geschieht. Die Verträge zwischen den Konsortien und den Verlagen werden auch als <b>Transformationsverträge</b> und das Modell als <b>Publish-and-Read-Modell (PAR)</b> bezeichnet. Die <b>ESAC</b> (Efficiency and Standards for Article Charges)-Initiative<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sammelt seit 2014 Daten und Fakten zum Thema Transformationsverträge. In Deutschland sind die <a href="DEAL" title="DEAL">DEAL-Verträge</a> das bekannteste Beispiel für Transformationsverträge.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schweden">Schweden</h4></div>
<p>In Schweden sind Verhandlungen des Bibsam-Konsortiums mit Elsevier im Jahr 2018 zunächst gescheitert. Auf das Jahr 2020 konnte eine Read-and-Publish-Vereinbarung mit Elsevier abgeschlossen werden. Die Verhandlungsziele entsprachen denjenigen des deutschen DEAL-Projektes. Der bestehende Konsortialvertrag lief am 30. Juni 2018 aus und wurde zunächst nicht verlängert.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Zahlungen des Bibsam-Konsortiums für den Zugang zu Elsevier-Zeitschriften betrugen im Jahr 2017 12.559.062 EUR.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem eingesparten Geld fördert die <a href="Universit%C3%A4t_Stockholm" title="Universität Stockholm">Universität Stockholm</a> die Publikation von Arbeiten ihrer Forscher in reinen Open-Access-Zeitschriften.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Bibsam-Konsortium verfügt damit ab dem Jahr 2020 Read-and-Publish-Vereinbarungen mit Elsevier, <a href="SAGE_Publications" title="SAGE Publications">SAGE</a>, <a href="John_Wiley_%26_Sons" title="John Wiley &amp; Sons">Wiley</a>, <a href="Springer_Nature" title="Springer Nature">Springer Nature</a>, <a href="Taylor_%26_Francis" title="Taylor &amp; Francis">Taylor &amp; Francis</a> und <a href="Oxford_University_Press" title="Oxford University Press">Oxford University Press</a>.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ungarn">Ungarn</h4></div>
<p>Am 15. Dezember 2018 gab das Hochschulkonsortium von <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a> bekannt, dass die Verträge mit Elsevier für <a href="ScienceDirect" title="ScienceDirect">ScienceDirect</a>, <a href="Scopus_(Datenbank)" title="Scopus (Datenbank)">Scopus</a> und SciVal ab 2019 nicht verlängert werden. Das Konsortium versuchte ebenfalls einen Zugang für Publish and Read als Übergang zu reinem Open Access zu verhandeln.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im März 2019 unterzeichnete das Hochschulkonsortium von Ungarn mit Wiley einen Publish &amp; Read-Vertrag.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bereits im Januar 2019 wurde eine ähnliche Vereinbarung mit Springer abgeschlossen.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="USA">USA</h4></div>
<p>In den <a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a> hat die <a href="University_of_California" title="University of California">University of California</a> (UC) den bisherigen Vertrag mit Elsevier ab dem Jahr 2019 nicht mehr erneuert.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den gescheiterten Verhandlungen angestrebt wurde ebenfalls ein „Publish-and-Read“-Modell. Die University of California publiziert pro Jahr beinahe 10 Prozent des gesamten Publikationsvolumens der USA.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Zahlungen der UC für den Zugang zu Elsevier-Zeitschriften betrugen zwischen 2014 und 2018 rund 50 Millionen USD,<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wovon allein im Jahr 2018 Kosten in Höhe von 10.568.756,54 USD anfielen.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Nachgang zu den gescheiterten Verhandlungen mit Elsevier unterzeichnete die UC im April 2019 den ersten „Read-and-Publish“-Vertrag mit dem Verlag <a href="Cambridge_University_Press" title="Cambridge University Press">Cambridge University Press</a>.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Norwegen">Norwegen</h4></div>
<p>Als erstes europäisches Land gelang es <a href="Norwegen" title="Norwegen">Norwegen</a> Ende März 2019 einen „Read-and-Publish“-Vertrag mit Elsevier abzuschließen.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Noch Anfang 2019 scheiterten zunächst die Verhandlungen für eine Erneuerung der Lizenz für 44 universitäre Institutionen.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der neue Vertrag gewährt lesenden Zugriff auf die sogenannte „Science Direct Freedom Collection“. Artikel von norwegischen Autoren werden ohne Aufpreis als Open Access unter der <a href="Creative_Commons" title="Creative Commons">Creative Commons</a> Lizenz CC-BY publiziert.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bereits Anfang März 2019 unterzeichnete Norwegen einen Publish &amp; Read Vertrag mit Wiley.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Niederlande">Niederlande</h4></div>
<p>Die <a href="Niederlande" title="Niederlande">niederländische</a> Vereniging van Universiteiten (VSNU) erreichte für den am 31. Dezember 2018 auslaufenden Lizenzvertrag mit Elsevier keine Einigung über eine allfällige definitive Erneuerung. Die VSNU strebt einen Lizenzvertrag an, der den Vorgaben von <a href="Plan_S" title="Plan S">Plan S</a> entspricht und den Übergang zu 100&nbsp;% Open Access gemäß dem Nationalen Open Science Plan<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis ins Jahr 2020 sicherstellen soll. Der bestehende Lizenzvertrag wurde um 6 Monate verlängert, um Zeit für weitere Verhandlungen zu gewinnen.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schweiz">Schweiz</h4></div>
<p>In der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> verliefen die Verhandlungen Ende 2019 von <a href="Swissuniversities" title="Swissuniversities">swissuniversities</a> für Read and Publish-Verträge ab dem Jahr 2020 mit Elsevier Wiley und Springer Nature vorläufig erfolglos. Mit Elsevier und Wiley wurden Absichtserklärungen (Memorandum of Understanding) für den Abschluss von Read and Publish-Verträgen unterzeichnet und die bestehenden Verträge konnten kostenneutral um ein Jahr bis Ende 2020 verlängert werden. Die Verhandlungen mit Springer Nature verliefen ergebnislos: der bestehende Vertrag wurde nicht erneuert. Ab dem Jahr 2020 besteht hinsichtlich Springer Nature ein vertragsloser Zustand.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Subscribe_to_Open_(S2O)"><span id="Subscribe_to_Open_.28S2O.29"></span>Subscribe to Open (S2O)</h3></div>
<p>Beim „Subscribe to Open“-Modell werden Closed-access-Zeitschriften in Open-Access-Zeitschriften überführt, indem sich eine genügend große Anzahl an Bibliotheken und Institutionen dazu verpflichten, die zuvor üblichen <a href="Abonnement" title="Abonnement">Abonnementsgebühren</a> auch nach der Überführung in Open Access weiterzuzahlen. Dadurch fallen für die Autoren keine APC (Publikationsgebühren) mehr an (Diamond Open Access).<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Modell wurde 2017 vom US-Verlag <a href="Annual_Reviews" title="Annual Reviews">Annual Reviews</a> entwickelt und es beteiligen sich bislang 15 Verlage mit mehr als 150 Zeitschriften an dem Modell (Stand 2023).<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Subscribe to Open veröffentlicht eine Tabelle mit Zahlen der sich beteiligenden Verlage, Stand März 2025 wurden auf diese Weise mehr als 300 Zeitschriften unter eine freie Lizenz gestellt.<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Finanzierungsmodelle">Weitere Finanzierungsmodelle</h3></div>
<p>Bei dem „Community-Fee-Modell“ werden die beispielsweise von einer Fachgesellschaft publizierten Artikel über die Mitgliedsbeiträge finanziert. Andere Verlage nutzen die institutionelle Infrastruktur von Bibliotheken und Universitäten und werden so von diesen querfinanziert. Auch der Verkauf von Printprodukten kann zur Finanzierung der Online-Publikation mit beitragen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Umsetzung">Umsetzung</h2></div>
<p>Für die Forderung nach Open Access spricht, dass damit stark <a href="Subvention" title="Subvention">subventionierte</a> Forschungsergebnisse der Universitäten und anderer öffentlich unterstützter Forschungseinrichtungen frei zugänglich werden und nicht teuer verkauft werden: Open Access ist „die geeignete Antwort auf die Krise der wissenschaftlichen Literatur, die sich nicht nur auf die <a href="Zeitschrift" title="Zeitschrift">Zeitschriftenpreise</a> auswirkt, sondern auch dazu führt, dass etwa ein Sammelband in vierfacher Weise von der öffentlichen Hand subventioniert wird und der Staat so seine eigenen Forschungsergebnisse von kommerziellen Verlagen <i>zurück</i>kauft“.<sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine der Barrieren für das Online-Publishing mit Open Access ist das akademische Belohnungssystem.<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Problematisch war zu Beginn der Bewegung auch, dass z.&nbsp;B. reine Online-Zeitschriften in traditionellen Datenbanken nur selten erschlossen und indiziert sind.<sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Forschungspolitik">Forschungspolitik</h2></div>
<p>Seit Beginn der 2000er begannen international forschungspolitische Bemühungen, das wissenschaftliche Publikationswesen auf Open Access umzustellen, die sogenannte Open-Access-Transformation.
</p><p><a href="Plan_S" title="Plan S">Plan S</a> ist eine von der <i>cOAlition S</i>, einem Zusammenschluss von 22 nationalen und internationalen Forschungsförderern sowie der <a href="Europ%C3%A4ische_Kommission" title="Europäische Kommission">Europäischen Kommission</a> und dem <a href="Europ%C3%A4ischer_Forschungsrat" title="Europäischer Forschungsrat">Europäischen Forschungsrat</a>, 2018 veröffentlichte Strategie zur Förderung des freien Zugangs zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, die mit <a href="Finanzielle_F%C3%B6rdermittel" title="Finanzielle Fördermittel">öffentlichen Mitteln</a> erarbeitet wurden.<sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Argumente_von_Open-Access-Befürwortern"><span id="Argumente_von_Open-Access-Bef.C3.BCrwortern"></span>Argumente von Open-Access-Befürwortern</h2></div>
<p>Befürworter führen neben den bereits erwähnten finanziellen Argumenten weitere Gründe an, die für eine größere Verbreitung von Open Access sprechen:
</p>
<ul><li><b>Nachprüfbarkeit</b>: Wenn Forschungsdaten und die darauf aufbauenden Forschungsergebnisse offen zugänglich sind, können diese von mehr Menschen überprüft werden.</li>
<li><b>Höhere Zitationshäufigkeit</b>: Open-Access-Publikationen werden häufiger gelesen und häufiger zitiert.<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><b>Ermöglichung und Beschleunigung wissenschaftlicher (internationaler) Zusammenarbeit</b>:<sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beispielsweise ermöglichten im Rahmen der <a href="COVID-19-Pandemie" title="COVID-19-Pandemie">COVID-19-Pandemie</a> zahlreiche Verlage und Institutionen Open-Access-Zugang zu allen das Virus und die Pandemie betreffenden Publikationen, um die Bekämpfung der Pandemie zu beschleunigen.<sup id="cite_ref-Lancet_87-0" class="reference"><a href="#cite_note-Lancet-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-JAMA_88-0" class="reference"><a href="#cite_note-JAMA-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-NEJM_89-0" class="reference"><a href="#cite_note-NEJM-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Springer_Nature_90-0" class="reference"><a href="#cite_note-Springer_Nature-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-WHO_research_91-0" class="reference"><a href="#cite_note-WHO_research-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><b>Schnelle Relevanzprüfung möglich</b>: Häufig ist es bei der Recherche nach Informationen selbst dann nicht möglich, zielsicher einzuschätzen, ob ein Werk relevant für den eigenen Informationsbedarf ist, wenn Titel, Abstract, Inhaltsverzeichnis und Schlag-/Stichworte gegeben sind. In diesem Fall hilft nur ein Blick ins Werk selbst. Wenn dieser Blick ins Werk nicht kostenlos ist, entstehen selbst für die Werke Kosten, die das eigene Informationsbedürfnis nicht betreffen.</li>
<li><b>Bessere Auffindbarkeit</b>: Open-Access-Publikationen sind auch für <a href="Suchmaschine" title="Suchmaschine">Suchmaschinen</a> und <a href="Webcrawler" title="Webcrawler">Webcrawler</a> frei zugänglich. Der Indexierung dieser Publikationen liegen deshalb nicht nur vom Verlag bereitgestellte Metadaten, sondern auch die Volltexte zu Grunde, was zu einer präziseren maschinellen Aufarbeitung und zu einer besseren Auffindbarkeit führen kann.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kritik">Kritik</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Predatory_Open-Access_Publishing" class="mw-redirect" title="Predatory Open-Access Publishing">Predatory Open-Access Publishing</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Veröffentlichungszwang_in_OA-Zeitschriften"><span id="Ver.C3.B6ffentlichungszwang_in_OA-Zeitschriften"></span>Veröffentlichungszwang in OA-Zeitschriften</h3></div>
<p>Manche Wissenschaftler und Autoren wissenschaftlicher Arbeiten sehen in der zunehmenden Subventionierung freier Veröffentlichungen durch Wissenschaftsförderer und -organisationen einen unrechtmäßigen Zwang zu dieser Art der Veröffentlichung. Nach Ansicht der Kritiker wird der Autor derart eingeschränkt, dass er nicht mehr frei entscheiden kann, auf welche Weise er die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit veröffentlichen möchte.<sup id="cite_ref-92" class="reference"><a href="#cite_note-92"><span class="cite-bracket">[</span>92<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine ähnliche Auffassung vertreten auch die Autoren und Unterzeichner des sogenannten <a href="Heidelberger_Appell" title="Heidelberger Appell">Heidelberger Appells</a>, die in der offenen Unterstützung der <a href="Allianz_der_Wissenschaftsorganisationen" title="Allianz der Wissenschaftsorganisationen">Allianz der Wissenschaftsorganisationen</a> für Open Access „weitreichende Eingriffe in die Presse- und Publikationsfreiheit“ sehen,<sup id="cite_ref-93" class="reference"><a href="#cite_note-93"><span class="cite-bracket">[</span>93<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder der Bibliothekar <a href="Uwe_Jochum" title="Uwe Jochum">Uwe Jochum</a>, der 2009 in der Wissenschaftszeitung <i><a href="Recherche_(Zeitung)" title="Recherche (Zeitung)">Recherche</a></i> resümierte, dass das, was „als Versuch begann, einen Ausweg aus der Zeitschriftenkrise zu finden“ unter der Hand „zu einem Projekt der Totaltransformation von Wissenschaft geworden“ sei, an dessen Ende eine „vollständig digitalisierte Forschungsinfrastruktur“ stehen solle, „in der alle Publikationen als ‚Open-Access‘-Publikationen erscheinen und verwaltet werden“. Zudem sei Open Access insgesamt teurer als das traditionelle Modell.<sup id="cite_ref-94" class="reference"><a href="#cite_note-94"><span class="cite-bracket">[</span>94<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Vorwürfe, sie verfolge das Ziel, verfassungswidrig in Publikationsfreiheit oder Urheberrechte einzugreifen oder Verlagsinteressen nicht zu berücksichtigen, wiesen die in der Allianz zusammengeschlossenen Wissenschaftsorganisationen in einer gemeinsamen Erklärung vom März 2009 zurück.<sup id="cite_ref-95" class="reference"><a href="#cite_note-95"><span class="cite-bracket">[</span>95<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interessenkonflikte">Interessenkonflikte</h3></div>
<p>Bei Open-Access-Veröffentlichungen müssen in vielen Fällen von den Autoren oder ihren Einrichtungen Publikationsgebühren gezahlt werden, um die Kosten der digitalen Bereitstellung zu decken („Autor-zahlt-Modell“). Damit stellt sich die Frage, welcher Autor bei knappen Mitteln unter Anlegung welcher Kriterien in den Genuss einer von der Wissenschaftsorganisation subventionierten Veröffentlichung kommt. Lauten diese Kriterien (offen oder verdeckt) <i>Stellung in der wissenschaftlichen Hierarchie</i>, <i><a href="Anciennit%C3%A4t" title="Anciennität">Anciennität</a></i>, <i>Macht</i> o.&nbsp;ä., dann kann es zu einem Konflikt mit dem eigentlich maßgeblichen Kriterium <i>Nachweis wissenschaftlicher Qualität</i> durch externe Begutachtung kommen. Ein ähnlicher Konflikt entsteht, wenn eine Subventionierung der Veröffentlichung durch Firmen (und in deren Interesse) erfolgt.<sup id="cite_ref-Informationsplattform_96-0" class="reference"><a href="#cite_note-Informationsplattform-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Darüber hinaus kann es Interessenkonflikte bezüglich Gutachtensstandards geben. Immer wieder gibt es – nicht nur bei digitalen Publikationen – Auseinandersetzungen um die Qualität und Neutralität von Gutachten. Im Zusammenhang mit digitalen Publikationen wird dabei vor allem befürchtet, dass Gutachter auch solche Publikationen passieren lassen, die eigentlich nicht den Standards entsprechen, „da ein durch Gebühren gestütztes Publikationsmodell einen Anreiz für niedrige Ablehnungsquoten biete.“<sup id="cite_ref-Informationsplattform_96-1" class="reference"><a href="#cite_note-Informationsplattform-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Folgenden sind zwei Beispiele für Interessenkonflikte bei Gutachtensstandards genannt.
</p><p>Im April 2009 veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlern in <i>The Open Chemical Physics Journal</i> Ergebnisse, nach denen der Nachweis von <a href="Nanothermit" title="Nanothermit">Nanothermit</a>, einem experimentellen Explosivstoff, in unreagiertem und reagiertem Zustand in Proben des Staubs des <a href="World_Trade_Center" title="World Trade Center">World Trade Centers</a> gelungen sei. Der Artikel erschien in einem Open-Access-Journal der Bentham-Science-Verlagsgruppe. Nach Angaben der Autoren hat ein <a href="Peer-Review" class="mw-redirect" title="Peer-Review">Peer-Review</a>-Verfahren stattgefunden, das bei dem betreffenden Journal nach Verlagsangaben Standard ist.<sup id="cite_ref-97" class="reference"><a href="#cite_note-97"><span class="cite-bracket">[</span>97<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Artikel, der eine hohe Aufmerksamkeit bei Anhängern von <a href="Verschw%C3%B6rungstheorie" title="Verschwörungstheorie">Verschwörungstheorien</a> findet, da er als erster Nachweis einer kontrollierten Sprengung angesehen wird, wurde jedoch massiv inhaltlich kritisiert. Zwei Chefredakteure des Journals traten wegen der Angelegenheit zurück, u.&nbsp;a. wegen massiver Unzufriedenheit mit der Handhabung von Veröffentlichung und Peer-Review durch den Verlag.<sup id="cite_ref-98" class="reference"><a href="#cite_note-98"><span class="cite-bracket">[</span>98<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Drei Monate später musste ein weiterer Chefredakteur eines Open-Access-Journals des Verlags zurücktreten. Die Zeitschrift hatte angeboten, einen Scherzartikel nach angeblich erfolgter Peer-Review und gegen Zahlung von 800 US$ Kostenbeitrag zu veröffentlichen. Der Vorfall löste eine Diskussion um die Begutachtungsstandards von Open-Access-Journalen aus, die wissenschaftliche Beiträge gegen eine Geldzahlung veröffentlichen.<sup id="cite_ref-99" class="reference"><a href="#cite_note-99"><span class="cite-bracket">[</span>99<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-100" class="reference"><a href="#cite_note-100"><span class="cite-bracket">[</span>100<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Probleme_bei_der_Auffindbarkeit_und_Langzeitarchivierung_von_Dokumenten">Probleme bei der Auffindbarkeit und Langzeitarchivierung von Dokumenten</h3></div>
<p>Über die genannten Punkte hinaus wird kritisiert, dass die Auffindbarkeit von Open-Access-Dokumenten sowie deren Langzeitarchivierung Probleme darstellten, die bisher nicht gelöst seien. Befürworter halten dem entgegen, dass durch die Beschreibung der Dokumente mit Hilfe von Metadaten, die Möglichkeiten moderner Volltextsuche und die Vernetzung der Open-Access-Repositories die Auffindbarkeit und schnelle Bereitstellung von wissenschaftlichen Publikationen eher gegeben sei als bei gedruckten Medien. Bei stetig abnehmenden Kosten für elektronische Speicher und der systematischen Entwicklung nationaler und internationaler Archivsysteme verliert darüber hinaus das Problem der Langzeitarchivierung an Bedeutung.<sup id="cite_ref-Informationsplattform_96-2" class="reference"><a href="#cite_note-Informationsplattform-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mangelhafter_Peer-Review-Prozess">Mangelhafter Peer-Review-Prozess</h3></div>
<p>Der Journalist und Biologe John Bohannon testete die Vertrauenswürdigkeit von Open-Access-Zeitschriften, indem er eine eigens verfasste, fehlerhafte Studie an 304 Open-Access-Zeitschriften schickte. Von diesen akzeptierten 157 Zeitschriften die Arbeit, 98 wiesen sie ab. 36 Zeitschriften fielen die offensichtlichen wissenschaftlichen Fehler auf, bei 16 wollten die Herausgeber die Studie trotzdem veröffentlichen. So hatte das 2004 gegründete <a href="Directory_of_Open_Access_Journals" title="Directory of Open Access Journals">Directory of Open Access Journals</a> ursprünglich nur formale Kriterien für eine Aufnahme einer Zeitschrift in das Verzeichnis.<sup id="cite_ref-101" class="reference"><a href="#cite_note-101"><span class="cite-bracket">[</span>101<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2014 wurden die Kriterien für die Aufnahme in das DOAJ verschärft, sodass Zeitschriften, die bis März 2014 nach alten Kriterien registriert waren, eine erneute Aufnahme beantragen müssen.<sup id="cite_ref-102" class="reference"><a href="#cite_note-102"><span class="cite-bracket">[</span>102<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-103" class="reference"><a href="#cite_note-103"><span class="cite-bracket">[</span>103<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ökonomisierung"><span id=".C3.96konomisierung"></span>Ökonomisierung</h3></div>
<p>Mithin wird die Kommerzialisierung des Open Access kritisiert (z.&nbsp;B. durch das Modell der Publikationsgebühren oder in Form landesweiter Konsortien zur kombinierten Subskription von wissenschaftlichen Zeitschriften inklusive einer daran geketteten Möglichkeit der Open-Access-Publikation), da diese die Dominanz bereits marktbeherrschender Verlage verstärken und die Kostenspirale im wissenschaftlichen Publikationsmarkt weiter in die Höhe schrauben würde.<sup id="cite_ref-104" class="reference"><a href="#cite_note-104"><span class="cite-bracket">[</span>104<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-105" class="reference"><a href="#cite_note-105"><span class="cite-bracket">[</span>105<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-106" class="reference"><a href="#cite_note-106"><span class="cite-bracket">[</span>106<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>

<ul><li>Katja Mruck, <a href="Stefan_Gradmann" title="Stefan Gradmann">Stefan Gradmann</a>, Günter Mey: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-04/2-04mrucketal-d.htm"><i>Open Access: Wissenschaft als Öffentliches Gut</i></a>. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research 5(2), April 2004, Art. 14</li>
<li><a href="Stevan_Harnad" title="Stevan Harnad">Stevan Harnad</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ariadne.ac.uk/issue42/harnad/"><i>Fast-Forward on the Green Road to Open Access: The Case Against Mixing Up Green and Gold</i>.</a> In: <i>Ariadne</i>, 42, Januar 2005.</li>
<li>Jörn Heckmann, Marc Philipp Weber: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.marc-philipp-weber.de/publikationen/openaccess_grurint.pdf"><i>Open Access in der Informationsgesellschaft – §&nbsp;38 UrhG de lege ferenda</i>.</a> (PDF; 117&nbsp;kB), GRUR Int. Dezember 2006, S. 995.</li>
<li>Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dfg.de/dfg_im_profil/zahlen_und_fakten/statistisches_berichtswesen/open_access/download/oa_ber_dt.pdf"><i>Publikationsstrategien im Wandel? Ergebnisse einer Umfrage zum Publikations- und Rezeptionsverhalten von Wissenschaftlern unter besonderer Berücksichtigung von Open Access</i>.</a> (PDF, 561&nbsp;kB; 82 Seiten) Juli 2005. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dfg.de/dfg_im_profil/zahlen_und_fakten/statistisches_berichtswesen/open_access/download/oa_tabband.pdf"><i>Tabellenband</i> dazu</a> (PDF, 660&nbsp;kB, 221 Seiten), <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dfg.de/dfg_im_profil/zahlen_und_fakten/statistisches_berichtswesen/open_access/download/oa_report_eng.pdf">English edition</a> (PDF, 393&nbsp;kB; 66 Seiten). Johannes Fournier: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dfg.de/dfg_im_profil/zahlen_und_fakten/statistisches_berichtswesen/open_access/download/oa_resp.pdf">Response.</a> (PDF) DFG.</li>
<li>Richard Sietmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/DFG-legt-Studie-zu-Open-Access-vor-117634.html"><i>DFG legt Studie zu Open Access vor</i>.</a> heise newsticker, 23. Juli 2005.</li>
<li>Ulrich Herb: <i>Entgeltfreier Zugang zu wissenschaftlichen Informationen</i>. Teil 1: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20060930065854/http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23513/1.html"><i>Schöne neue Welt des Open Access</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 30. September 2006 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), Teil 2: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090129125713/http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23531/1.html"><i>Journale, Impact Factor, radikale Monopole und Karrieren</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 29. Januar 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) in <i><a href="Telepolis" title="Telepolis">telepolis</a></i>, 14. und 15. September 2006.</li>
<li>Gerald Spindler (Hrsg.) (März 2006): <a rel="nofollow" class="external text" href="http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?goescholar/3210"><i>Rechtliche Rahmenbedingungen von Open-Access-Publikationen</i>.</a> (PDF; 3,6&nbsp;MB) <a href="Georg-August-Universit%C3%A4t_G%C3%B6ttingen" title="Georg-August-Universität Göttingen">Universität Göttingen</a>, Universitätsverlag Göttingen.</li>
<li>Uwe Müller: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://edoc.hu-berlin.de/oa/reports/reIUJclf5AqCg/PDF/27Tgwc6ZnIrk.pdf"><i>Open Access. Eine Bestandsaufnahme</i>.</a> (PDF; 548&nbsp;kB) Juli 2007.</li>
<li>Deutsche UNESCO-Kommission (): <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.unesco.de/1280.html?&amp;L=0"><i>Open Access. Chancen und Herausforderungen. Ein Handbuch</i></a> (PDF) Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn 2007, ISBN 3-927907-96-0 (auch: Internationale und politische Aspekte des O.A.).</li>
<li>Michaela Mader, Bettina Langeder: <i>Digitale Freiheit für Forschung und Forscher/innen: Open Access macht wissenschaftliche Publikationen frei verfügbar. Und Wissenschaft besser</i>. In: Leonhard Dobusch, Christian Forsterleitner (Hrsg.): <i>Freie Netze. Freies Wissen</i>. Echomedia, Wien 2007, ISBN 3-901761-64-0 unter <a href="Creative_Commons" title="Creative Commons">Creative Commons</a> Lizenz; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.freienetze.at/pdfs/fnfw-kapitel8.pdf">Beitrag</a> (PDF; 1,4&nbsp;MB)</li>
<li>Reto Mantz: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.opensourcejahrbuch.de/portal/scripts/download?article=osjb2007-06-03-mantz.pdf"><i>Open Source, Open Content und Open Access: Gemeinsamkeiten und Unterschiede</i>.</a> (PDF) In: B. Lutterbeck, Matthias Bärwolff, R. A. Gehring (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.opensourcejahrbuch.de/"><i>OpenSourceJahrbuch</i></a> – Zwischen freier Software und Gesellschaftsmodell, Lehmanns Media, Berlin 2007.</li>
<li>Gerhard Fröhlich: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://core.ac.uk/download/pdf/12237451.pdf"><i>Die Wissenschaftstheorie fordert Open Access</i>.</a> Information: Wissenschaft &amp; Praxis 60 (5), 2009, S. 253–258.</li>
<li><a href="Roland_Reu%C3%9F" title="Roland Reuß">Roland Reuß</a>/<a href="Volker_Rieble" title="Volker Rieble">Volker Rieble</a> (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.klostermann.de/autorschaft.pdf">Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit</a> (PDF) Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-465-04090-3.</li>
<li>Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und -praxis (DGI) (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.b-i-t-online.de/pdf/IWP2009-5.pdf"><i>Schriftliche Ergebnisse zum Linzer Open-Access-Symposion</i></a> (PDF; 5,1&nbsp;MB) Information: Wissenschaft und Praxis (IWP) 5/2009.</li>
<li><a href="Klaus_Graf_(Historiker)" title="Klaus Graf (Historiker)">Klaus Graf</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://ebooks.contumax.de/nb"><i>Urheberrechtsfibel – nicht nur für Piraten. Der Text des deutschen Urheberrechtsgesetzes, erklärt und kritisch kommentiert (PiratK-UrhG)</i></a> (Reihe Netzbürger, Band 2). Contumax Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86199-002-4</li></ul>
<ul><li>Johannes Näder: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-160760">Wissenschaftliches Publizieren im Zeitalter von Digitalität und Internet</a> Thelem, Dresden 2010, ISBN 978-3-942411-04-2.</li>
<li><a href="Eric_W._Steinhauer" title="Eric W. Steinhauer">Eric W. Steinhauer</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://fiz1.fh-potsdam.de/volltext/aueintrag/10497.pdf"><i>Das Recht auf Sichtbarkeit – Überlegungen zu Open Access und Wissenschaftsfreiheit</i>.</a> (PDF; 360&nbsp;kB) Monsenstein und Vannerdat, Münster 2010, ISBN 978-3-86991-140-3.</li>
<li>Peter Suber: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130626002701/http://mitpress.mit.edu/sites/default/files/titles/content/9780262517638_Open_Access_PDF_Version.pdf"><i>Open Access</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. Juni 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>). (PDF) MIT Press, Cambridge 2012, ISBN 978-0-262-51763-8.</li>
<li>Ulrich Herb (Hrsg.): <i>Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft</i>. universaar, Saarbrücken 2012, ISBN 978-3-86223-062-4, <a href="Uniform_Resource_Name" title="Uniform Resource Name">urn</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:291-universaar-873">nbn:de:bsz:291-universaar-873</a>.</li>
<li>Ulrich Herb: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2012/4866/"><i>Offenheit und wissenschaftliche Werke: Open Access, Open Review, Open Metrics, Open Science &amp; Open Knowledge</i>.</a> In: Ulrich Herb (Hrsg.): <i>Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft</i>. universaar, Saarbrücken 2012, S. 11–44.</li>
<li>Ulrich Herb: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zenodo.org/record/31234">Open Science in der Soziologie: Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme zur offenen Wissenschaft und eine Untersuchung ihrer Verbreitung in der Soziologie.</a></i> Schriften zur Informationswissenschaft; Bd. 67 [Zugleich: Diss., Univ. des Saarlandes, 2015]. Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2015, ISBN 978-3-86488-083-4, <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.31234" class="extiw external" title="doi:10.5281/zenodo.31234">doi:10.5281/zenodo.31234</a>.</li>
<li><a href="Michael_Hagner" title="Michael Hagner">Michael Hagner</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://geschichtedergegenwart.ch/open_access-wie-der-akademische-kapitalismus-die-wissenschaften-veraendert/"><i>#Open_Access: Wie der akademische Kapitalismus die Wissenschaften verändert</i>.</a> In: <i>Geschichte der Gegenwart</i>, 25. September 2016.</li>
<li>Maurice Erb, Simon Ganahl und Patrick Kilian: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://geschichtedergegenwart.ch/wissen-fuer-alle-open-access-und-die-macht-der-wissenschaftsverlage/">Wissen für alle? #Open Access und die Macht der Wissenschaftsverlage</a>, in: geschichtedergegenwart.ch. 6. September 2017.</li>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dokumentarfilm">Dokumentarfilm</h2></div>
<ul><li>Jason Schmitt: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://vimeo.com/273358286">Paywall – The business of scholarship</a></i>. Open Society Foundations, 2018. Vimeo. Lizenz: CC-BY 4.0.<sup id="cite_ref-107" class="reference"><a href="#cite_note-107"><span class="cite-bracket">[</span>107<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Open_access_(publishing)?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Open Access</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
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<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://goap.info/">Global Open Access Portal</a> der UNESCO</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://oa2020.org">OA2020</a> – Programm der <a href="Max_Planck_Digital_Library" title="Max Planck Digital Library">Max Planck Digital Library</a> (MPDL) zur Transformation von Subskriptionszeitschriften in Open Access<sup id="cite_ref-108" class="reference"><a href="#cite_note-108"><span class="cite-bracket">[</span>108<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dnb.de/DE/Professionell/Services/WissenschaftundForschung/DHOpenAccess/dhOpenAccess.html">Deutsche Nationalbibliothek: Open Access: Zugriff auf digitale Sammlungen</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://subscribetoopencommunity.org/">Subscribe to Open (S2O)</a> – A pragmatic approach for converting subscription journals to open access<sup id="cite_ref-109" class="reference"><a href="#cite_note-109"><span class="cite-bracket">[</span>109<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/548&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en">The European Commission’s Open Access Pilot for Research Articles: <b>F</b>requently <b>A</b>sked <b>Q</b>uestions</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-OA-Historischer_Abriss-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-OA-Historischer_Abriss_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-OA-Historischer_Abriss_6-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-OA-Historischer_Abriss_6-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Peter_Schirmbacher" title="Peter Schirmbacher">Peter Schirmbacher</a>: <i>Open Access – ein historischer Abriss.</i> In: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070701134120/http://www.unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Kommunikation/Handbuch_Open_Access.pdf"><i>Open Access – Chancen und Herausforderungen</i>.</a> (PDF; 2,9&nbsp;MB), <a href="Deutsche_UNESCO-Kommission" title="Deutsche UNESCO-Kommission">Deutsche UNESCO-Kommission</a> 2007</span>
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/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.qualitative-research.net%2Ffqs%2Fboaifaq.htm">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">17.&nbsp;März 2008</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 23.&nbsp;April 2010</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AOpen+Access&amp;rft.title=Budapest+Open+Access+Initiative%3A+Frequently+Asked+Questions&amp;rft.description=Budapest+Open+Access+Initiative%3A+Frequently+Asked+Questions&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20080317194157%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.qualitative-research.net%2Ffqs%2Fboaifaq.htm&amp;rft.source=http://www.qualitative-research.net/fqs/boaifaq.htm">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-Informationsplattform-96"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Informationsplattform_96-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Informationsplattform_96-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Informationsplattform_96-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150206190839/http://open-access.net/de/allgemeines/gruende_und_vorbehalte/vorbehalte_gegen_oa/"><i>Informationsplattform Open Access: Vorbehalte gegen OA.</i></a> Freie Universität Berlin, Universität Bielefeld, Universität Göttingen, Universität Konstanz, archiviert vom <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fopen-access.net%2Fde%2Fallgemeines%2Fgruende_und_vorbehalte%2Fvorbehalte_gegen_oa%2F">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">6.&nbsp;Februar 2015</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 15.&nbsp;Februar 2017</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AOpen+Access&amp;rft.title=Informationsplattform+Open+Access%3A+Vorbehalte+gegen+OA&amp;rft.description=Informationsplattform+Open+Access%3A+Vorbehalte+gegen+OA&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20150206190839%2Fhttp%3A%2F%2Fopen-access.net%2Fde%2Fallgemeines%2Fgruende_und_vorbehalte%2Fvorbehalte_gegen_oa%2F&amp;rft.publisher=Freie+Universit%C3%A4t+Berlin%2C+Universit%C3%A4t+Bielefeld%2C+Universit%C3%A4t+G%C3%B6ttingen%2C+Universit%C3%A4t+Konstanz&amp;rft.source=http://open-access.net/de/allgemeines/gruende_und_vorbehalte/vorbehalte_gegen_oa/">&nbsp;</span></span>
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